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Hintergrund

Weltacker

Der Überlinger Weltacker entstand nach Vorbild des 2000m² -Projekts in Berlin. Dieser erste Weltacker wurde von Benedikt Härlin zusammen mit der Zukunftsstiftung Landwirtschaft für die Internationale Gartenschau 2015 in Berlin entwickelt. Mit über 100.000 Besucherinnen und Besuchern, zahlreichen Bildungsveranstaltungen, Führungen und Mitmach-Aktionen konnte der Weltacker erfolgreich auf viele der komplexen Fragestellungen in einer globalisierten Welt Antworten geben. Mittlerweile gibt es Partner-Äcker in China, Kenia, Frankreich, der Schweiz und Schottland.

Ein kleiner und doch entscheidender Teil dieser Welt sind die Äcker und Weiden die uns ernähren, denn viele alltägliche Konsumgüter haben ihren Ursprung auf landwirtschaftlich genutzter Fläche. Es ist möglich Landwirtschaft so zu betreiben, dass die Artenvielfalt auf diesen Ackerflächen zunehmen kann oder dass Böden humusreicher werden. Ein realer und persönlicher Bezug zur Landwirtschaft kann einen großen Einfluss auf das eigene Handeln, auf unsere Ernährungs- und Konsumgewohnheiten haben. Diese Beziehung zwischen unserem Alltagsverhalten und der globalen wie lokalen Landwirtschaft herzustellen sowie deren wechselseitigen Einflüsse sichtbar zu machen, ist ein Ziel unseres Projektes. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, den Menschen die Wirksamkeit ihres Handelns aufzuzeigen und damit Zuversicht zu schenken. Dabei gilt es offen für andere Meinungen zu sein und Räume für neue Gedanken zu schaffen. Viele Menschen verbinden mit Verzicht auf z.B. bestimmte Lebensmittel mit etwas Negativem (einem Verlust der eigenen Freiheit). Verzicht muss aber gar nicht unbedingt negativ sein. Ob es sich um Verzicht oder möglicherweise einen Mehrwert handelt, ist auch eine Frage des Blickwinkels: Wo ein Mensch 5 Tage in der Woche Verzicht wahrnimmt, nimmt ein anderer 2 Tage bewussten und freudigen Genuss wahr.  

Eine Welt voller guter Ideen ist vorhanden! Wir möchten zu ihrer Verwirklichung beitragen und zur Umsetzung anregen!