Themenwoche #1 | Acker, Futter und Fleischkonsum

Um Weizen, Soja, Mais und sonstige Pflanzen anzubauen, die ein Schwein bis zu seinem Schlachtgewicht von circa 115 Kilo verzehrt, sind etwa 9 Quadratmeter Acker pro Kilo Fleisch erforderlich. Von unseren 2000m² Ackerfläche können wir also zwei Schweine ein Jahr lang auf ihr Schlachtgewicht mästen.

Weltweit wird der größte Teil an Ackerland zum Futterbau genutzt. Die Tiere, die mit Ackerfutter gemästet werden, sind also direkte Nahrungsmittelkonkurrenten für den Menschen. Dabei braucht man zur Gewinnung einer Kilokalorie Tierfleisch im Schnitt 4 Pflanzenkalorien. Würde man statt Ackerfutter für die Mast pflanzliche Nahrung für den Menschen anbauen, könnten sich dreimal so viele Menschen vom Acker ernähren.

Und was fressen die Tiere vom Acker? Für Futterproduktion angebaute Pflanzen sind entweder Getreide wie Gerste, Weizen, Triticale und Mais oder Ölfrüchte wie etwa Soja und Bohnen. Gemästet werden damit vor allem Schweine und Hühner. Aber auch Milchkühe, die nicht auf Weiden gehalten werden, bekommen solches „Kraftfutter“. 

Erste Outputs aus unseren Mini-Workshops in Themenwoche #1

Mehr zum Thema (Externe Links)

Heinrich Böll Stiftung (2021): Fleischatlas
Weltagrarbericht: Fleisch und Futtermittel